Was ist eine Stromcloud?

Virtuelle Strom-Cloud-Community-Tarife im Vergleich.

Stromspar-Konto schnell und einfach erklärt.

Vor- und Nachteile virtueller Stromtarife, virtuelle Stromspeicher, Strom-Cloud-Community-Tarife, Stromspar-Konto

Neben der Möglichkeit den selbst erzeugten Solarstrom im Eigenheim zu verbrauchen, kann der grüne Strom auch auf ein virtuelles Stromkonto eingespeist und bei Bedarf wieder abgerufen werden.

 

Vorteile Stromcloud:

Mehrere Haushalte können u.U. den eingespeisten Strom wieder verbrauchen (Abnahmestelle wie Zweitwohnung, Ferienhaus etc.)

Elektro-Fahrzeug kann an bestimmten Ladestationen geladen werden (Ladekarte Stromkonto)

Komplettlösung aus einer Hand

 

Nachteile Stromcloud:

weitere Verträge müssen abgeschlossen werden

zusätzliche Grundgebühren können anfallen

i.d.R muss der Zähler vom Anbieter installiert und damit Zugriff auf die Anlage gewährt werden

Komplexe Vertrags- und Preisbedingungen

die Batterie wird für den Schwarmbetrieb eingesetzt, was dazu führen kann, dass in dem Moment wo Du Strom benötigst keine 100% zur Verfügung stehen

Strom der über die Freigrenze verbraucht wird, muss teuer bezahlt werden (i.d.R ca. 2-5 Cent pro kWh über Marktdurchschnitt)

Ausstieg / Kündigung ist mit hohem administrativem Aufwand und i.d.R. mit Rückbau des Zählers verbunden

die EEG-Einspeisevergütung muss an den Cloud-Anbieter mit allen Rechten und Pflichten für die Vertragslaufzeit abgetreten werden

die umsatzsteuerliche Behandlung liegt im Graubereich, und damit kann u.U. die Umsatzsteuer von mehreren tausend EUR aus dem Kaufpreis der PV-Anlage beim Finanzamt nicht geltend gemacht werden

die Preisstabilität wird nicht über den Zeitraum von 12 Monaten gewährleistet

die Anlage in den meisten Fällen vom Cloud-Stromanbieter gekauft werden muss (Module, Stromspeicher etc.), wo man nicht weiß, wo die Produkte herkommen (White-Labeling) und die Garantiezeiten oft geringer als bei anderen Herstellern sind

keine Leistungsoptimierer verbaut werden können, gerade wichtig bei Ost-West-Ausrichtung, und so die Effizienz bzw. die Produktionsleistung der Anlage sinkt. Fairerweise ist zu prüfen, wie viele Modul-Strings an den Wechselrichter (MPP-Tracker) des Cloud-Anbieter abgeschlossen werden können

 

Fazit:

Im Endeffekt handelt es sich bei der Strom-Cloud somit um nichts anderes, als einen Stromtarif, in den eine Photovoltaikanlage und ein Stromspeicher integriert sind. Als Kunde hast Du so gut wie keinen Einfluss auf die in Deiner Anlage verbauten Komponenten – und auch die Probleme, die entstehen, wenn Du dauerhaft mehr oder weniger Strom produzierst als vereinbart, sollten nicht außer Acht gelassen werden. Aus all diesen Gründen ist eine eigene Photovoltaikanlage ohne Cloud-Vertrag für die meisten Verbraucher die wirtschaftlich weitaus lukrativere und einfachere Alternative.

Wenn Du trotz obiger Argumente einen wirklichen Mehrwert für Dich erkennst, dann gibt es am Markt 1-2 Anbieter, die unserer Ansicht nach im Bereich vertretbar sind und angeboten werden können. Gerne können wir hierzu in einem persönlichen Gespräch die Optionen und Möglichkeiten aufzeigen und eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse im Zusammenhang mit einem Cloud-Tarif erstellen.